Ein Erbe kehrt zurück

Fr. Robert Schmitts Krippe erstrahlt wieder

Ein besonderer Schatz ist heuer in der Marienrealschule auf dem Chamer Schulberg zu entdecken: Eine historische Scherenschnitt-Krippe, geschaffen von Frater Robert Schmitt, ist als Dauerleihgabe des Maristen-Ordens an ihren Ursprungsort zurückgekehrt.

Frater Robert Schmitt wirkte von 1952 bis 2000 als Lehrer, Erzieher und Künstler an der damaligen Maristen-Realschule mit seinem Studienheim. Er unterrichtete die Fächer Englisch, Kunst und Sport und leitete die Krippenbau-Kurse. Besonders seine großformatigen Scherenschnitt-Krippen in filigraner schwarzer Silhouette begeisterten die Chamer Bevölkerung im Advent.

Eine achtteilige Krippe, die das Weihnachtsgeschehen und die Kindheit Jesu darstellt, wurde in den letzten Jahren vom Verein „Krippenfreunde des Oberen Bayerischen Waldes“ restauriert und zum Schutz hinter großen Bilderrahmen angebracht. Im letzten Jahr kehrte sie dank der Initiative des Maristen-Ordens als Dauerleihgabe an die Chamer Realschule zurück. Nun erstrahlt das Kunstwerk wieder mit Beleuchtung in der Eingangshalle der Marienrealschule. Die filigranen, teilweise farbig akzentuierten Motive, darunter die Verkündigungsszenen und die Hirten, sind in zwei beleuchteten Vitrinen aufgestellt.

„Die Rückkehr der Krippe von Fr. Robert Schmitt ist die Wiederbelebung einer wertvollen Erinnerung. Sie verbindet die heutigen Schüler mit der Maristen-Tradition unserer Schule. Seine Kunstfertigkeit und seine ausdrucksstarken Bilder begeistern auch im 21. Jahrhundert“, so freut sich Schulleiter Christian Haringer.

Die Marienrealschule lädt alle Ehemaligen und Freunde herzlich ein, dieses Kunstwerk von Frater Robert Schmitt vormittags während der Schulzeit in der Eingangshalle zu besichtigen.